Rosenmontag im Unstrut-Hainich-Kreis: „Wir lassen uns nicht aufhalten“
Von Sabine Spitzer, Thüringer Allgemeine
Dieser Rosenmontagsumzug ist im Unstrut-Hainich-Kreis einmalig. Doch worüber freute man sich am meisten?

© Funke Medien Thüringen | Sabine Spitzer
Bad Tennstedt war am Rosenmontag Karnevalshochburg im Unstrut-Hainich-Kreis. Närrinnen und Narren zeigten, dass mieses Wetter mit Temperaturen um die Null Grad die Faschingslaune nicht bremsen kann.
Der Tennstedter Karnevalsverein (TKV) hatte zum 41. Mal zum Umzug eingeladen. Die 29 Wagen und Bilder wurden auf der gut zwei Kilometer langen Strecke von zahlreichen Schaulustigen bejubelt.
„Eine Absage kam nicht infrage“, sagte Thomas Buchler. Der 68-Jährige, der dem Elferrat angehört, moderierte wieder den Umzug. Zwei Firmen aus der Stadt hatten schon am frühen Morgen den in der Nacht gefallenen Schnee geräumt. Als der Zug startete, hatte es dann geregnet. Als er den Markt erreichte, zeigte sich überraschend sogar die Sonne.

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Ähnliches Wetter gab es in den 1980er-Jahren. Damals wurde überlegt, wegen des enormen Schneefalls abzusagen. Doch den Gedanken wollten die Vereine nicht zulassen.

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Nach fünf Jahren Pause war auch Bad Langensalza zurück auf der Karnevalslandkarte
Beim diesjährigen Umzug des TKV versammelten sich zahlreiche befreundete Vereine aus der Region, darunter Teilnehmer aus Herbsleben, Mittelsömmern sowie aus dem Landkreis Sömmerda Gebesee und Schwerstedt. Besonders die Rückkehr der Bad Langensalzaer sorgte für große Freude bei den Organisatoren und Zuschauern.

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Ein besonderer Moment des Umzugs war die Ehrung von Edith Bunzel. Bereits 1953 war sie bei der Gründung des TKV als Page aktiv und brachte die Büttenredner zur Bühne. Moderator Thomas Buchler stellte sie deshalb besonders hervor und würdigte ihr langjähriges Engagement im Verein.
Allerdings marschierte Edith Bunzel in den Reihen der Frauensportgruppe mit, welche aus Altersgründen im kommenden Jahr nicht mehr im Umzug vertreten sein wird.
Der TKV selbst präsentierte sich in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Kessel Buntes“. Der Wagen war mit bunter Wäsche geschmückt. Es flogen Kamellen in die Menge, die begeistert aufgesammelt wurden.

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Auf dem Wagen des Bad Tennstedter Männerballetts konnte man zudem den frisch gewonnenen Wanderpokal bewundern, den das Team am Freitag beim Männerballett-Contest errungen hatte. Damit wurde die bisherige Siegesserie von Bruchstedt, die dreimal hintereinander gewonnen hatten, unterbrochen. Bruchstedt selbst war ebenfalls beim Umzug vertreten.
Ein weiteres Highlight war der Wagen der Nägelstedter, der unter dem Motto „Auf Malle woll’n sie uns nicht mehr, drum muss ein See am Hainich her“ stand und für viele Lacher und Fotos sorgte.
Mit strahlenden Gesichtern endete der Umzug. Der Abschluss war traditionell am Rathaus, wo die Närrinnen und Narren symbolisch die Macht übernahmen.
